GARFELN

Daten und Zahlen

Hörste
Öchtringhausen
Chronik

Bundesland : NRW

Wappen Garfeln

Kreis : SOEST
Altkreis : bis 1974 Kreis Büren
Stadt : LIPPSTADT
Ortsvorsteher : Ralf Sommer
Postleitzahl : D-59558
Tel. Vorwahl 0049 2948
Einwohnerzahl : 657  Stand 31.12.2010
Grundfläche :  3,91Km2

Geschichtliches 

Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1284 durch das Adelsgeschlecht der Herren von Garfeln. Der Ort gehört seit dem Mittelalter zur Pfarrei Hörste. Seit 1894 steht eine eigene Dorfkapelle auf dem Hof Schulte. Die Brandenbaumer Mühle ist bereits für 1491 nachgewiesen, nahe dieser Mühle befand sich eine Zollstelle (Grenze zwischen den Fürstbistümern Paderborn und Köln) sowie ein Freistuhl der Boker Familie von Hörde.

Typisierung

Ortslage nördlich, abseits der L 636, als lose Gruppierung einiger Hofanlagen am Dörfer Weg. Im Westerfeld - westlich des alten Dorfkernes - Jüngere Wohnbebauung. Separiert hiervon hat sich ein Neubauquartier in Richtung Hörste etabliert dessen Bezug zum Dorfkern jetzt durch Lückenbebauung geschlossen wird.

Das Dorf  Garfeln in seinem Bezug zur Landschaft

Garfeln liegt in der Niederung der Lippe, die am Ort - im Osten in näherer, im Norden in weiterer Entfernung vorbeizieht. Vorherrschende Grünflächen, die von zahlreichen Pappelreihen und Weidengruppen entlang von Entwässerungsgräben optisch unterbrochen werden, prägen hier die Landschaft; ganz im Gegensatz zu der offeneren ackerbaulichen Feldflur, die für die südliche Umgebung der Ortslage charakteristisch ist. Die Ortslage selbst ist großzügig von Freiräumen durchzogen Acker und Weideflächen), so dass sich einerseits gleitende Übergänge zur freien Landschaft ergeben, andererseits der Ort selbst sich aufteilend in die drei Bereiche ,,alter Ortskern, Wohngebiet an der Garfelner Straße und Siedlung Westerfeld" an Geschlossenheit verliert.

Dieser Eindruck wird unterstützt durch die unterschiedliche Durchgrünung der Ortsbereiche: So öffnet sich der geschlossene, dichte, von Hochaufragenden Laubbäumen gekennzeichnete Grüngürtel an den alten Hoflagen in westlicher Richtung, um inner halb der angegliederten Wohnsiedlung von überwiegend nadel holzreichen Gartengrün abgelöst zu werden. Den optischen Anschluss zur Garfelner Straße gewährleisten Obstwiesen und Baum reihen. Der alte Ortskern zeigt damit ein typisch dörfliches Gepräge.

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Naturhaushalt

Ein hoher auch ökologisch wirksamer Freiflächenanteil (Grünlandflächen sowie Hecken und Kopfweidenbestand! Eine in Abhängigkeit vom Alter und der Funktion der einzelnen Ortsbereiche, unterschiedlich ausgeprägte Grünausstattung. Eine anhand von Linienhaften Gehölzstrukturen erreichte Verknüpfung der Grünstrukturen und nicht zuletzt überwiegend gleitende Übergänge zur freien Landschaft kennzeichnen die dorfökologische Situation Garfelns.

Besonders der alte Ortsbereich mit seinen Hoflagen ist dabei aus ökologischer Sicht bestechend und in seiner Ausstattungsvielfalt, dörflichen Eigenart und engsten räumlichen Zuordnung seiner Elemente einzigartig . So besitzt er für den Biotop und Artenschutz höchsten Wert, denn unterschiedlichste naturnahe und/oder dorftypische Lebensräume bzw. Lebensraumteilstrukturen fügen sich zu einem reichen Biotopensemble zusammen:

Baumbestand (Eichen und Linden) mit hohem Altholzanteil Alte Pappelalleen oder - reihen mit zum Teil dichtem Laubgehölz-Unterwuchs (Erlen, Weiden, Eschen, Feldahorn u.a.)